ANZEIGE

GEMEINSAM FÜR DEN SPITZENSPORT Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein: Mit Sport neue Auszubildende gewinnen

Mit dem Projekt „Wirtschaft.Sport.Ausbildung“ setzt die IHK auf Kooperationen zwischen Sportvereinen und Unternehmen

Sie wollen Leistungssportlern in der Region auch beruflich gute Chancen bieten (v.I.): Olympiastützpunkt-Leiter Daniel Müller, der Präsident des Landessportbunds NRW, Stefan Klett, und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. FOTO: IHK/MELANIE ZANIN

„Offizieller Ausbildungspartner der Olympiastützpunkte NRW/ Rheinland und Rhein-Ruhr“ - so darf sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein ab sofort nennen. Das Ziel der Partnerschaft: Über den olympischen und paralympischen Sport und die Athletinnen und Athleten das Thema Fachkräftesicherung und Berufsausbildung emotionalisieren und in die breite Öffentlichkeit tragen.

„Der olympische und paralympische Sport sind herausragend, die Athletinnen und Athleten diszipliniert, teamfähig und außergewöhnlich willensstark. Solche wertvollen Eigenschaften müssen den potenziellen Partnern aus der Wirtschaft beständig vermittelt werden“, betont Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW. So wird die IHK als Partner der Olympiastützpunkte (OSP) auch für die Top-Athletinnen und -Athleten während und nach ihrer sportlichen Karriere Zugänge zu Unternehmen forcieren, Unternehmen für das Thema begeistern und einen innovativen Ansatz zur Verbesserung des Ausbildungsmarkts liefern. Und der Zeitpunkt ist gut gewählt: Die Olympischen Spiele 2024 finden quasi vor der Haustür in Paris statt, und 2025 kommen mehr als 10.000 Studierende aus aller Welt zu den World University Games in der Region Rhein-Ruhr zusammen.

Dass Sport ein Feld von potenziell vielen Fachkräften ist, hat die IHK Mittlerer Niederrhein längst erkannt und gemeinsam mit den Stadt- und Kreissportbünden das Projekt „Wirtschaft.Sport.Ausbildung“ etabliert.

Um mehr junge Leute für die duale Berufsausbildung zu begeistern, setzt die IHK dabei auf Kooperationen zwischen Sportvereinen und Unternehmen, die von der IHK begleitet werden. Jugendliche und junge Erwachsene aus den Vereinen sollen gezielt angesprochen und für eine betriebliche Ausbildung gewonnen werden.

Der erste Auszubildende wurde bereits im Herbst 2018 erfolgreich vermittelt. Seitdem steigt die Anzahl der betreuten Jugendlichen stetig. Immer mehr Sportvereine und Unternehmen interessieren sich für das Projekt. Das baut auf zwei Säulen auf. Da ist zum einen die Vermittlung von jungen Sportlerinnen und Sportlern in die Berufsausbildung: Junge Erwachsene aus Sportvereinen erhalten bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz eine umfangreiche Unterstützung durch die IHK. Ziel ist es, in Heimatnähe und damit auch in der Nähe des Sportvereins eine Ausbildung zu starten. Zum anderen liegt der Fokus des Projekts auf der Förderung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Sportvereinen. Viele Unternehmen suchen nach neuen und innovativen Ideen, um sich als attraktiver Arbeitgeber in der Region zu positionieren.

„Im IHK-Bezirk gibt es bereits viele Betriebe, die bei der Suche nach guten Fachkräften neue Wege gehen. Und Sportvereine sind in Zeiten des Fachkräftemangels eine gute Plattform für Unternehmen, um Jugendliche früh auf sich aufmerksam zu machen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Wer sich in einem Sportverein engagiert, erzeugt Bindung durch Emotion- und die ist besonders stark.“

Auch die "Partner für Sport und Bildung“ sind seit dem Rollout des Projekts mit der IHK in Kontakt. In Abstimmung mit allen Verantwortlichen vermittelt die Kammer auch Leistungssportlerinnen und -sportler in die Berufsausbildung und hilft ihnen, in der Region ein berufliches Standbein aufzubauen. „Das Projekt bietet uns nochmal eine ganz neue Herangehensweise, auf junge Menschen zuzugehen“, ergänzt Dimitri van der Wal, der das Projekt für die IHK koordiniert und betreut. Durch die regionale Verankerung sowohl der Unternehmen als auch der Vereine könnten Jugendliche in einem emotionalen Umfeld über Ausbildungsmöglichkeiten informiert werden. „Wenn sie in der Nähe ihres Heimatvereins oder ihrer Trainingsstätte eine Ausbildung absolvieren, werden sie auch an die Region gebunden“, sagt der IHK-Berater.

Er empfiehlt Unternehmen, vor Ort Flagge zu zeigen, zum Beispiel durch Aktionen bei Turnieren oder Vereinsfesten. Allerdings sei jeder Verein anders aufgestellt, habe andere Schwerpunkte und Bedürfnisse. „Wie so eine Kooperation aussehen kann, müssen Verein und Unternehmen individuell - auch gerne mit unserer Unterstützung -klären. Da gibt es keine Lösung von der Stange“, so van der Wal. „Allerdings sollte man es nicht zu kompliziert machen.“ Unternehmen, die auf der Suche nach einem Sportverein als Kooperationspartner sind, sollten sich zuerst in der eigenen Belegschaft umschauen. Vielleicht gibt es ja Mitarbeitende, die sich bereits für einen Verein engagieren“, sagt der Experte. „Das ist die Ideallösung. Ansonsten hilft die IHK mit ihrem Netzwerk gerne weiter.“ Wichtig sei, sich Gedanken über die Zielgruppe zu machen. „Wer sich authentisch und mit Herzblut im Sportverein engagiert, wird von den jungen Menschen auch positiv wahrgenommen.“ (rps)

INFO

Die IHK hilft

Kontakt Unternehmen und Sportvereine, die Fragen zum Projekt „Wirtschaft.Sport.Ausbildung“ haben, können sich an Dimitri van der Wal von der IHK Mittlerer Niederrhein wenden:
Telefon 02131 9268-555
E-Mail Dimitri.vanderWal@mittlererniederrhein.ihk.de

Mehr zum Thema