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Unser Rees, Unser Hamminkeln und Unser Isselburg Jubiläum: Feuerwehr Hamminkeln wird 100.

Der gesamte Löschzug freut sich auf das Festprogramm zum 100-jährigen Bestehen.

Alle Generationen vereint: Der gesamte Löschzug der Feuerwehr Hamminkeln freut sich auf das Festprogramm zum 100-jährigen Bestehen.

HAMMINKELN. Der Pressesprecher der Feuerwehr Hamminkeln, Nils Nöthling, hat sich durch verschiedene Archive gewühlt und die Geschichte des Löschzuges nachvollzogen. „Als der Löschzug im Jahr 1923 gegründet wurde, verfügte man gerade mal über eine mobile Tragkraftspritze von Magirus“, berichtet Nöthling. „Die Alarmierung der freiwilligen Helfer geschah mit Hilfe von Glockenläuten.“ Der erste Amtsbrandmeister war Wilhelm Ufermann, er war bis 1934 der erste Wehrführer. 

Es gibt aber noch ältere Zeugnisse über die Hamminkelner Feuerwehr. Bei einem Pressetermin wurde aus einer Heimatzeitschrift zitiert, dass im Jahre 1830 eine Feuerspritze samt Zubehör in der evangelischen Kirche lagerte. Ältere Fotos aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts zeigen Mitglieder der Feuerwehr Hamminkeln, damals noch die Gemeinde Hamminkeln im Amt Ringenberg (Kreis Kleve, preußische Rheinprovinz). Erst ab 1951 ging es mit der Besserung der Wirtschaftslage auch mit der Ausrüstung der Wehr bergauf. In diesem Jahr war das Amt Ringenberg zum ersten Mal in der Lage ein neues Fahrzeug zu kaufen, das den Anforderungen der Zeit entsprach. Es handelte sich dabei um einen Ford mit Magirus-Aufbau. 1968 gab es mit dem Bezug des neuen Gerätehauses an der Bislicher Straße einen weiteren Meilenstein für die Hamminkelner Feuerwehr. Am 1. Januar 1975 wurde Hamminkeln durch die kommunale Neuordnung zur Großgemeinde. Das Gebiet der Gemeinde umfasste nunmehr eine Fläche von rund 164 Quadratkilometern. Zum Löschbereich mit einer Fläche von 53,4 Quadratkilometern gehörten nun Hamminkeln, Ringenberg, Mehrhoog, Töven und Wittenhorst. Andere Gebiete des ehemaligen Löschbereiches‚ wie beispielsweise Blumenkamp und Teile von Flüren wurden an die Stadt Wesel abgegeben. Ludger Bückmann war der erste Löschzugführer nach der kommunalen Neuordnung im Löschzug Hamminkeln. 

Manfred Reeh, Andre Hübers, Annika Reeh und André Bödder haben in ihren Dienstjahren bei der Feuerwehr so einiges erlebt.
Manfred Reeh, Andre Hübers, Annika Reeh und André Bödder haben in ihren Dienstjahren bei der Feuerwehr so einiges erlebt.

Mit der modernen Feuerwache am Daßhorst sowie einem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF20), Löschgruppenfahrzeug (LF10), Mannschaftstransportfahrzeug sowie Geräte-, Rüst- und Kommandowagen ist der Löschzug längst auf dem aktuellen Stand der Technik angelangt. 

Nach wie vor sind alle Hilfskräfte ehrenamtlich im Einsatz, eine Berufsfeuerwehr gibt es in Hamminkeln nicht. Die Einsatzabteilung verfügt über 69 Mitglieder, sieben in der Unterstützungs- und die gleiche Anzahl noch mal in der Ehrenabteilung. Auch der Nachwuchs wird schon vorbereitet. In der Jugendabteilung werden 26 Jungen und Mädchen ausgebildet. In der Kinderfeuerwehr werden die jungen Schüler spielerisch an die Feuerwehr herangeführt. 

Im Jahr absolviert der Löschzug Hamminkeln rund 120 Einsätze, inklusive der Unterstützung von anderen Einheiten mit den Sonderfahrzeugen. Mit bereits über 100 Einsätzen liegt man in diesem Jahr über dem Durchschnitt, wenn es so weiter geht, ist mit einem Rekordjahr zu rechnen. 

Um das Jubiläum entsprechen zu feiern wird es nicht nur einen Rückblick in der Geschichte geben. Vielmehr werden die Feuerwehrleute bei dieser Gelegenheit der Öffentlichkeit zeigen, wie sie aktuell aufgestellt sind. Am letzten Wochenende war am Gerätehaus Daßhorst ein Brandschutztag. Mit Fahrzeugschau und Einsatzübungen, vielen weiteren Attraktionen und attraktiver Verpflegung zeigte sich der Löschzug von der besten Seite. Am 11. September folgt ab 18 Uhr ein Schnuppertag bei der Jugendfeuerwehr. Das gleiche gibt es auch am 14. September ab 16.30 Uhr bei der Kinderfeuerwehr. Für die beiden Schnupperdienste wird vorab um Anmeldung gebeten, bittet die Feuerwehr. 

Am 13. September veranstaltet der Förderverein ab 16 Uhr auf dem Parkplatz REWE Dienberg eine Werbeaktion mit Grillen. „Am 16. September findet dann das große Treffen der Feuerwehren statt“, berichtet Brandoberinspektorin Annika Reeh, die Einheitsführerin des Löschzugs Hamminkeln, „es beginnt um 16 Uhr im Hof der Brauerei Kloppert, dann findet unter der Begleitung des Tambourkorps Hamminkeln ein Marsch durch den Ort zum Festzelt statt.“ Um 18 Uhr wird mit rund 400 geladenen Gästen der offizielle Festakt zelebriert. Nachdem zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr zu Wort kommen findet im Festzelt ab 20 Uhr die Blaulichtparty statt. Zu dieser Party mit dem Xtreme Discoteam sind dann natürlich auch die Hamminkelner Bürger eingeladen. Damit enden dann die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Löschzugs.

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